
Wilco haben im vergangenen Winter ein eigenes Label gegründet: Auf dBpm Records sollen alle kommenden Alben der Alternative Country-Helden veröffentlicht werden. Und wo wir gerade davon sprechen: In diesem Moment sind Wilco im Studio und nehmen den Nachfolger des Grammy-nominierten Meisterwerks "Wilco (The Album)" von 2009 auf. Und wo wir gerade von Meisterwerken sprechen: Ja, auch die kommende Platte wird ein Meisterwerk sein (und übrigens schon die dritte in Folge mit dem gleichen Line-up: Wilco werden solide!). Wir wissen weder wie sie heißt, noch haben wir auch nur einen Ton davon gehört. Aber wie schrieb schon das Musikportal laut.de: "Wilco gehören zu jenen beneidenswerten Bands, deren Werke schon vor ihrer Veröffentlichung zu Meisterwerken erkoren werden."
Was ja, zugegeben, erst einmal nicht so viel heißen mag, bei den andauernden Hypes, die alltäglich durch die Medienmangel gedreht werden. Aber bei Wilco, das darf man ruhig konstatieren, handelt es sich keineswegs um einen Hype.
Da ist niemand aufgedreht, im Gegenteil. Die Musik wird immer entspannter, Bandleader Jeff Tweedy hat nach all den Jahren die Erfahrung, jeden Ton genauso zu setzen wie er sein muss. Auch das genannte Genre, Alternative Country, darf gerne infrage gestellt werden, hat sich die Spannweite und Bandbreite von Wilcos Musik im Laufe der Zeit mehr und mehr vergrößert, ohne dass die Konsistenz verloren gegangen ist.
In ihrer ganzen Entwicklung stehen Wilco für hervorragende Instrumentalisten, ausgefeiltes Songwriting, sehr bewusste Texte und vor allem unglaublich viel Spaß an melancholischer Musik. Und live gehören die Chicagoer zum Besten, was man überhaupt auf Konzertbühnen erleben kann.
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