
Sieben Jahre vergingen seit der Veröffentlichung des Vorgängers „ The Ballads III“. Im Mai 2010 starb der einstige Rainbow/Black Sabbath-Sänger Ronnie James Dio, ein guter Freund von Pell. Noch im Sommer 2009 waren beide zusammen auf Deutschlandtour gewesen, hatten das Publikum in mehreren Städten begeistert. Der Tod des "Seelenverwandten" (O-Ton Pell) war so etwas wie die Initialzündung für das vierte Album. Die umarrangierte Klavier-Version des Dio- Klassikers "Holy Diver" gehört zu den stärksten Momenten dieser 13 Songs-Compilation: Cello und Streicher treffen auf ein melodiöses Gitarrensolo, Pells amerikanischer Sänger Johnny Gioeli rührte schon im Studio mit seiner impulsiven Leistung die Anwesenden zu Tränen. Pells neueste Eigenkomposition, der Album-Opener "Where The Wild Waters Flow", muss sich hinter diesem Klassiker nicht verstecken; Eine der stärksten Balladen, die Axel Rudi Pell in den letzten zwei Jahrzehnten komponiert hat. Ein absolutes Meisterwerk hat der Bochumer mit seiner Interpretation des Leonard Cohen- Evergreens "Hallelujah" aus dem Jahr 1984 abgeliefert. Ironischerweise war es aber nicht diese Version, die Pell inspirierte, sondern die teilweise sehr guten, größtenteils aber äußerst fragwürdigen Darbietungen verschiedener Castingshow-Teilnehmer. "Hallelujah" mit seinem Gospel-Touch ist wie gemalt für Johnny Gioeli, der am Mikro zur Höchstform aufläuft, unterstützt von einem Bochumer Kinderchor. Gänsehaut garantiert!
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