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The Ides of March - Tage des Verrats

So, 08.09.2019, 20:15 Uhr - 21:50 Uhr | ARTE

The Ides of March - Tage des Verrats4 Sterne bei 1 Bewertung
Drama, USA 2011 | BreitStereo
The Ides of March - Tage des Verrats

Stephen Meyers, junger und ambitionierter Berater der demokratischen Präsidentschaftshoffnung Mike Morris, meint, er hätte den Dreh raus. Seine bisherige Laufbahn verlief ohne große Probleme. Selbstbewusst und souverän manövriert er durch den Politik- und Wahlkampfbetrieb und hat immer alles im Griff. Glaubt er zumindest. Doch als er sich mit dem Wahlkampfchef des anderen Lagers trifft und sich auf sexuelle Eskapaden mit einer Praktikantin einlässt, merkt er erst sehr spät, dass in den Planungszentralen nicht nur Strategien, sondern auch Intrigen gesponnen werden. Und die sind heimtückischer, als er es jemals erwartet hätte ... Meyers beginnt zu erkennen, dass selbst die strahlendsten Saubermänner Leichen im Keller haben und sie nichts davor zurückhält, Erfolg über Moral zu stellen ...

DarstellerRyan Gosling (Stephen Meyers), George Clooney (Governor Mike Morris), Evan Rachel Wood (Molly Stearns), Marisa Tomei (Ida Horowicz), Philip Seymour Hoffman (Paul Zara)
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RegieGeorge Clooney
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BuchGeorge Clooney, Grant Heslov, Beau Willimon
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MusikAlexandre Desplat

Bewertungen

Mo, 09.09.2019 von 8martin
Ermordung der Menschlichkeit4 Sterne
Das ist wieder mal einer der besseren Filme von und mit George Clooney. Was den Titel betrifft so ist das nur für die Zielgruppe der gebildeten Zuschauer interessant oder für die, die Herrn Google fragen. Clooney spielt den Gouverneur Morris, der sich um das Amt des amerikanischen Präsidenten bewirbt. Wir werfen einen Blick hinter die Wahlkampfkulissen. Da wird mit harten Bandagen gekämpft: es gibt Lagerwechsel, Erpressung und Mord. Stephen Meyers (Ryan Gosling) arbeitet für Morris und schläft mit der jungen Praktikantin Molly (Evan Rachel Wood). Die hat es auch mit dem Gouverneur getrieben und ist von ihm schwanger. Nach einer Abtreibung, die Stephen für sie bezahlt, wird Molly tot aufgefunden. Wer’s war ist klar. Meyers kann nun Morris erpressen. Nach langer Anlaufzeit kommt endlich Spannung in den Plot. Zuvor hatten sich die gegnerischen Wahlkampfleiter bekriegt: Philip Seymour Hoffman für die Morris-Truppe und Paul Giamatti für den Gegenkandidaten Pullman. Journalistin Ida (Marisa Tomei) versucht ihr eigenes Süppchen zu kochen, wird benutzt, wenn’s einem in den Kram passt und fallen gelassen wie die besagte Heiße Kartoffel, wenn nicht. Skrupellosigkeit feiert fröhliche Urständ. Hier ist der Mensch dem Menschen ein Wolf. Trotz dieser schmutzigen Geschäfte im Hintergrund dreschen die Politiker weiterhin in der Öffentlichkeit leere Phrasen von Anstand, Respekt und Loyalität. Höhepunkt ist der geschliffene Dialog zwischen Moor und Meyers, bei dem klar wird, dass dem Wahlkampfleiter handfeste Beweise fehlen und der Gouverneur volles Risiko geht, weil er ahnt, dass Meyers nichts gegen ihn in der Hand hat. Er kann ihn nur zu seinem leitenden Mitarbeiter befördern. Trotz aller eiskalten Gerissenheit lässt das Drehbuch, an dem Clooney mitgearbeitet hat noch jede Menge Emotionen zu. Nette Verbeugung vor Alfred Hitchcock: am Ende holt eine neue, junge Praktikantin Kaffee.War diese Bewertung hilfreich?
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