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So, 14.01.2018, 06:15 Uhr - 06:45 Uhr | 3SAT

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Die Macht der Zahlen, Wirtschaft und Konsum | BreitHDTVStereo
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Sie werden uns auch 2018 wieder beschäftigen: Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosenquote, Inflationsrate. Wirtschaftliche Kennzahlen sind sehr mächtig. Politik wird an ihnen gemessen.
Das Bruttoinlandsprodukt und seine jährliche Steigerung, das Wachstum, werden als Indikatoren für allgemeinen Wohlstand immer mehr infrage gestellt. Um den fiktiven "Warenkorb" der Inflationsmessung gibt es beständig Auseinandersetzungen.
Bei 90 Prozent Staatsverschuldung nimmt das Wirtschaftswachstum ab: Das fand ein US-amerikanischer Ökonom durch mehrere Studien heraus. In der europäischen Schuldenkrise spielte diese Zahl eine große Rolle, zum Beispiel bei den Maßnahmen, die Ländern mit hohen Verschuldungen abverlangt wurde. Sie war eine der Orientierungsgrößen der Sparpolitik. Ein paar Jahre später fand ein Student heraus, dass ein Rechenfehler passiert war. Seither streiten sich die Ökonomen, ob die "90-Prozent-Regel" tatsächlich eine Regel ist.
Drei Prozent Neuverschuldung sind als Obergrenze für die Euroländer festgelegt. "Erfunden" hat diese Zahl nach eigenen Angaben ein Mitarbeiter des französischen Finanzministeriums in den 1980er-Jahren, zu Zeiten von François Mitterrand. Der französische Präsident brauchte angeblich dringend irgendein Limit, um die Forderungen seiner Minister nach immer neuen Ausgaben zu begrenzen. Später machte die Zahl als Bestandteil der Maastricht-Regeln Karriere.
Das 3sat-Wirtschaftsmagazin "makro" wirft einen Blick hinter die Zahlen und fragt, wie neutral sie eigentlich sind.

ModerationEva Schmidt
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WiederholungErstsendung 12.1.2018

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