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Do, 17.05.2018, 01:30 Uhr - 02:15 Uhr | ZDF

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Harry & Meghan - Hochzeit bei den Windsors, Dokumentation, Deutschland, Großbritannien 2018 | BreitHDTVStereoVT150
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Großbritannien freut sich auf eine Traumhochzeit: Am 19. Mai 2018 nimmt Prinz Harry die amerikanische Schauspielerin Meghan Markle zur Frau.
In trüben Brexit-Zeiten hoffen alle auf den Glanz der Krone, der bei royalen Hochzeiten besonders strahlt. Harry, der angeblich begehrteste Junggeselle der Welt, hat eine ungewöhnliche Wahl getroffen: Meghan ist älter als er, Amerikanerin, von Beruf Schauspielerin.
Die neue Prinzessin der Windsors wurde durch ihre Rolle der Rachel Zane in der Anwaltsserie "Suits" bekannt, hat afroamerikanische Wurzeln und ist geschieden. Was im vorigen Jahrhundert noch als problematisch oder skandalös gesehen worden wäre, wird jetzt von vielen Briten begrüßt.
Wieder einmal setzt Harry ein Zeichen, das den Wandel des britischen Königshauses zu einer weltoffenen, wohltätigen und glamourösen Monarchie unterstreicht. Mehr noch als William und Kate scheinen Harry und Meghan fähig, junge Menschen von der Existenzberechtigung der Royals zu überzeugen. Sie wirken modern, sympathisch und engagiert. Doch für beide war der Weg bis zu dieser Traumhochzeit nicht leicht.
Wie Harry kommt auch die drei Jahre ältere Meghan aus einem zerbrochenen Elternhaus. Ihre Vorfahren stammen aus Afrika, waren arme Baumwollpflücker und Kohlearbeiter. Als die britische Presse von der Liebesgeschichte der Schauspielerin mit dem britischen Prinzen Wind bekommt, gibt es rassistische Kommentare, denen sich Harry entschieden entgegenstellt.
Dass eine Nicht-Britin nun eine wichtige repräsentative Rolle in der Royal Family übernimmt, wird als Botschaft einer neuen Weltoffenheit gewertet - in einer Zeit, in der die britische Monarchie auch aus den Ländern des Commonwealth einem zunehmenden Legitimationsdruck ausgesetzt ist. In Kanada und Australien etwa wird immer wieder darüber diskutiert, ob dort der britische Souverän auch künftig die Rolle des Staatsoberhaupts innehaben soll.
Ein junges Glamourpaar wie Harry und Meghan kann die Sympathiewerte des britischen Königshauses sichern, wenn sich die Queen aus Altergründen weiter zurückzieht und der umstrittene Thronfolger Charles immer mehr Aufgaben eines Regenten übernimmt. Harry hat klargemacht, wer sein großes Vorbild ist, wenn es um die Repräsentation der Krone geht: seine verstorbene Mutter Diana. "Alles, was ich will, ist die Leerstelle zu füllen, die sie hinterlassen hat", sagte er in einem BBC-Interview zu Dianas 20. Todestag. Die britische Monarchie steht vor einer Zeitenwende, in der die Rollen der drei Prinzen Charles, William und Harry neu definiert werden, mit starken Frauen an ihrer Seite, die vielleicht das mitbringen, was sich Diana für das Königshaus gewünscht hat: mehr Menschlichkeit.
Freunde und Weggefährten des Hochzeitspaares erzählen, wie sich Harry und Meghan kennenlernten, welche Pläne sie für die Zukunft haben und wie sich Großbritannien auf die Hochzeit des Jahres vorbereitet, die die Monarchie verändern wird.

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